Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste vorab
Wie validieren Sie Sage b7 für einen regulierten Prozess?
Grenzen Sie die relevanten Material- und Datenflüsse Ihrer Sage-b7-Einrichtung ab. Halten Sie ERP-Version, Module, Anpassungen und Schnittstellen fest. Prüfen Sie die Verbindung von Wareneingangsposition, interner und Lieferantencharge, Lagerort und Materialverwendung gegen unabhängige Sollwerte. Bewerten Sie Qualitätsentscheidungen gesondert von technischer Verfügbarkeit. Geeignete Anbieterbelege können einfließen; den verbleibenden Nachweisumfang bestimmen die konkreten Risiken und der tatsächlich zutreffende Regelbereich.
- Sage b7 ist eine eigene Produktlinie; Funktionen von Sage 100 oder Sage X3 sind nicht übertragbar.
- Die API-Dokumentation 2026.06 beschreibt das Aufteilen von Wareneingangspositionen und eine parametergesteuerte Chargenzuordnung.
- Dispositiver Bestand und grafische Teileverfügbarkeit belegen keine Qualitätsfreigabe.
- Mengen, Einheiten, wiederholte Nachrichten und Korrekturen benötigen vorab definierte Erwartungen.
Vom vorgesehenen Materialeinsatz ausgehen
Sage b7 unterstützt Handel und Produktion. Regulatorische Relevanz entsteht aus der Aufgabe, die das System in Ihrem Betrieb übernimmt. Werden Materialidentität, erlaubte Verwendung oder Aufzeichnungen für eine Qualitätsentscheidung daraus übernommen, muss dieser Zusammenhang betrachtet werden. Eine rein kaufmännische Bezeichnung schließt relevante Datenabhängigkeiten nicht automatisch aus.
Dieser Artikel verwendet als fachlichen Beispielrahmen einen konkret festgelegten Humanarzneimittel-GMP-Prozess. Annex 11 und Kapitel 4 sind dafür relevante GMP-Leitlinien; der EudraLex-Index führt sie zum Quellenstand mit Revision Januar 2011. Daraus folgt keine pauschale Anwendung auf jeden b7-Anwender. Medizinprodukte, Lebensmittel oder andere Einsatzbereiche benötigen ihre eigene Einordnung. Ein FDA-Bezug ist gesondert zu begründen.
Beschreiben Sie zuerst einen vollständigen Weg: Wareneingang, Identifikation, Lagerung, Qualitätsentscheidung, Entnahme und spätere Rückverfolgung. Nehmen Sie Nachbarsysteme und manuelle Übergaben auf. Eine Liste aller installierten Module sagt weniger über den notwendigen Nachweis aus als die konkrete Frage, welche falsche Information zur Verwendung ungeeigneten Materials führen könnte.
Sage b7 von anderen Sage-Systemen trennen
Im deutschen Herstellerportfolio steht Sage b7 neben Sage 100 und Sage X3 als eigene ERP-Linie. Der Hersteller beschreibt modulare Erweiterungen und Verbindungen zu weiteren Geschäftssystemen. Gleiche Begriffe wie Charge, Lager oder Freigabe belegen dabei keine identischen Datenmodelle. Prüffälle aus einem X3-Projekt können Anregungen liefern, aber keine b7-Funktionsbestätigung ersetzen.
Für die konkrete Wareneingangsmechanik stützt sich dieser Artikel auf die öffentliche API-Dokumentation 2026.06. Das ist ein ausgewiesener Dokumentationsstand, keine Behauptung über die neueste Gesamtversion oder Ihre Installation. Ergänzend beschreibt der Sage-University-Katalog 2026 unter anderem Produktions- und Administrationsaufgaben. Ein Schulungsprogramm ersetzt jedoch kein detailliertes Funktionshandbuch.
Halten Sie den tatsächlichen ERP-Build, lizenzierte Module, Partneranpassungen, Berichtsversionen und Schnittstellen zusammen fest. Dazu gehören Betriebsform und Verantwortlichkeiten für Datenbank, Anwendung, Sicherung und Updates. Im Bestand ist insbesondere zu klären, welche frühere Anpassung eine heute entscheidende Status- oder Buchungslogik verändert hat. Ohne diesen Überblick kann ein fachlich guter Test die falsche Systemkombination prüfen.
Interne Charge und Lieferantencharge eindeutig zuordnen
Die b7-API 2026.06 beschreibt eine Funktion, die eine Wareneingangsposition anhand übergebener Lagerortsätze aufteilt und verarbeitet. Bei Chargen beeinflusst der Parameter E_DFUE_CHARGE, ob eine Nummer übernommen oder nach dem Generierungsverfahren erzeugt wird. Bei Generierung wird das übergebene Feld charge als Lieferantencharge verwendet; andernfalls stammt diese aus charge_lief.
Diese Unterscheidung gehört in Ihre Schnittstellenbeschreibung. Legen Sie fest, welches Quellsystem welche Nummer liefert, welche Nummer intern eindeutig ist und wie der ursprüngliche Lieferantenbezug erhalten bleibt. Testen Sie den tatsächlich eingestellten Zweig. Wenn beide Betriebsweisen zulässig sind, brauchen beide passende Erwartungen; andernfalls sollte eine versehentliche Parameteränderung erkennbar sein.
Ergänzen Sie Fälle mit derselben Lieferantenchargenbezeichnung bei unterschiedlichen Lieferanten oder Artikeln. Die korrekte Eindeutigkeit ergibt sich aus Ihrem Datenmodell, nicht aus einer beliebig langen Zeichenfolge. Prüfen Sie nach der Verarbeitung die Zuordnung auf jeder entstandenen Teilposition. Eine richtige Gesamtmenge kann eine falsch verknüpfte Charge verdecken und wäre für die Rückverfolgung allein kein ausreichendes Ergebnis.
Technischen Bestand und erlaubte Verwendung unterscheiden
Die Dokumentation enthält eine Abfrage für dispositiven Lagerbestand. Ihre öffentliche Kurzbeschreibung belegt keine universelle Qualitätsfreigabelogik. Ebenso kann eine Mengenanzeige für die Planung geeignet sein, ohne alle Voraussetzungen einer Materialverwendung abzubilden. Fragen Sie deshalb, welche konkrete Entscheidung durch welchen Datensatz gesteuert wird.
Die folgende eigene Matrix macht die Übergaben sichtbar. Sie unterstellt weder bestimmte b7-Statuscodes noch eine serienmäßig vorhandene Sperrfunktion. Wenn Ihr Prozess eine technische Sperre verlangt, muss deren tatsächliches Verhalten in der eingerichteten Lösung nachgewiesen werden. Besteht eine organisatorische Kontrolle, müssen Zuständigkeit, Information und Umsetzbarkeit ebenfalls belastbar sein.
Wählen Sie einen kritischen Ausnahmefall: Ein Qualitätsentscheid wird zurückgenommen, während das Material bereits für einen Auftrag vorgesehen ist. Prüfen Sie dann den nächsten zulässigen Schritt und den Informationsweg zur Fertigung. Das Vorhandensein eines Eintrags im ERP genügt nicht, wenn der Mitarbeiter am Arbeitsplatz davon nichts erfährt oder mit einer veralteten Liste weiterarbeitet.
| Übergang | Im Beispiel benötigte Aussage | Zu prüfender Beleg |
|---|---|---|
| Lieferung → Wareneingang | Artikel M-17, 100 Stück, Lieferantencharge L-17 | Belegposition, Einheit und ursprüngliche Identität |
| Wareneingang → zwei Lagerorte | 60 Stück A, 40 Stück B, interne Charge I-17 | Erhaltene Mengen- und Chargenzuordnung |
| Qualitätsentscheidung → Verwendung | Nur Teilmenge A derzeit zulässig | Entscheidung, Geltungsbereich und wirksame Kontrolle |
| Fertigungsbedarf → Entnahme | 25 Stück aus A, nicht aus B | Tatsächlicher Buchungs- und Ausführungsweg |
| Korrektur → Rückverfolgung | Änderung bleibt zur ursprünglichen Buchung zuordenbar | Grund, Berechtigung und nachvollziehbarer Verlauf |
Planung, Stückliste und Rückmeldung zusammen betrachten
Die grafische Produktionsplanung stellt laut Hersteller Fertigungsaufträge, Arbeitsgänge, Materialien und auftragsbezogene Bestellpositionen im Zusammenhang dar. Die Plantafel unterstützt Terminierung und Arbeitsplatzzuordnung. Der Schulungskatalog nennt außerdem Stücklisten, Arbeitspläne, Auftragsfreigabe und Materialrückmeldung. Diese Funktionen beantworten unterschiedliche Fragen und sollten im Prüfplan nicht unter einem einzigen Freigabebegriff verschwinden.
Untersuchen Sie, welche Stammdaten ein neuer Fertigungsauftrag übernimmt und was bei einer nachträglichen Änderung geschieht. Die eigene Anforderung könnte lauten, dass ein bereits freigegebener Auftrag weiterhin eine eindeutig identifizierbare Materialvorgabe verwendet. Ob das über eine feste Kopie, einen Revisionsbezug oder einen anderen Mechanismus geschieht, müssen Ihre tatsächlichen Unterlagen zeigen.
Beziehen Sie externe Rückmeldungen ein. Wenn ein MES eine Entnahme meldet, benötigen Sie den Bezug zu Auftrag, Material, Menge und Charge. Eine Planungsansicht kann diese Ausführung nicht beweisen. Prüfen Sie außerdem eine zulässige Ersatzkomponente und einen unzulässigen Austausch, sofern solche Wege im Betrieb vorkommen. Das Soll muss die fachliche Entscheidung einschließlich notwendiger Zustimmung beschreiben.
Ein Wareneingang mit zwei Teilmengen unabhängig rechnen
Das folgende Beispiel ist konstruiert; es beschreibt keinen durchgeführten Kunden- oder Produkttest. Artikel M-17 hat die Einheit Stück. Der Ausgangsbestand ist null. Eine Lieferung über 100 Stück trägt Lieferantencharge L-17. Für diesen Fall ist die interne Chargengenerierung vorgesehen; die erzeugte Nummer wird im Beispiel I-17 genannt. Es entstehen 60 Stück am Lagerort A und 40 Stück am Lagerort B.
Nach der eigenen Prozessentscheidung darf zunächst nur die Teilmenge A verwendet werden. Die Umsetzung dieser Entscheidung in Ihrer b7-Einrichtung ist ausdrücklich zu prüfen. Ein Auftrag entnimmt anschließend 25 Stück aus A. Das unabhängige Soll lautet: A enthält 35 Stück, B weiterhin 40 Stück, der physische Gesamtbestand beträgt 75 Stück. Nach der eigenen Regel sind davon 35 Stück verwendbar.
Die ersten drei Tabellenzeilen bilden eine Folge. Die weiteren Fehlerfälle starten jeweils erneut vom Zustand nach der korrekten Entnahme. Verändern Sie den Ausgangszustand nicht still zwischen Versuchen. Halten Sie tatsächliche Buchungsbelege und die unverändert geplanten Sollwerte zusammen fest. Eine bestandene Rechnung allein belegt weder die Zuordnung zur richtigen Charge noch die Wirksamkeit einer Verwendungskontrolle.
| Schritt oder isolierter Fehlerfall | Unabhängiges Soll | Wichtiger Kontrollpunkt |
|---|---|---|
| 100 Stück empfangen und 60/40 aufteilen | A 60 + B 40 = Gesamt 100 | Lieferantencharge L-17 mit interner I-17 verbunden |
| Nur A für Verwendung zulassen | Physisch 100; nach eigener Regel verwendbar 60 | B bleibt trotz physischem Bestand ausgeschlossen |
| 25 Stück aus A entnehmen | A 35 + B 40 = Gesamt 75; verwendbar 35 | Einmalige Entnahme der richtigen Charge |
| Dieselbe Entnahmenachricht erneut zustellen | Keine zweite fachliche Entnahme; Soll bleibt 75 | Duplikat abfangen oder kontrolliert klären; nicht still erneut buchen |
| Entnahme von 5 Stück aus B versuchen | Nach eigener Regel keine erlaubte Ausführung | Kontrolle muss vor unzulässiger Verwendung greifen |
| Von A 36 Stück anfordern, B weiterhin ausgeschlossen | Keine stille Nutzung von B; Anforderung übersteigt 35 um 1 | Verbleibende Menge und erlaubter Ausnahmeweg |
| Entnahme einmal kontrolliert zurücknehmen | Bei zulässiger Rückbuchung A 60, B 40, Gesamt 100 | Original und Korrektur nachvollziehbar verbinden |
Wiederholungen, Einheiten und Teilfehler prüfen
Eine Schnittstelle ist fachlich erst erfolgreich, wenn die richtige Information am richtigen Objekt angekommen ist. Beschreiben Sie deshalb neben dem Datenformat auch Rückmeldung, Fehlerbehandlung und Wiederanlauf. Eine positive technische Antwort oder ein sichtbarer Datensatz allein bestätigt noch keine vollständige Verarbeitung aller Teilmengen.
Das API-Schema enthält Mengen sowie einen Umrechnungsfaktor zwischen Bestell- und Bestandsmaßeinheit. Prüfen Sie Ihre festgelegte Einheitenregel unabhängig: Zehn Kartons mit je zehn Stück ergeben 100 Stück. Die Erwartung darf nicht nachträglich aus der beobachteten ERP-Anzeige übernommen werden. Testen Sie eine fehlende oder unpassende Einheit und den Umgang mit Rundungen, sofern diese im eigenen Prozess vorkommen.
Für wiederholte Nachrichten muss vorab klar sein, wie eine bereits ausgeführte Buchung erkannt und behandelt wird. Der hier ausgewertete API-Text beweist keine automatische Idempotenz. Prüfen Sie deshalb die gesamte Lösung einschließlich Middleware. Simulieren Sie außerdem eine unterbrochene Antwort nach möglicherweise erfolgter Buchung. Ein unkontrollierter erneuter Versand könnte Mengen verdoppeln, obwohl jeder einzelne Aufruf technisch korrekt verarbeitet wird.
Entscheidungen und Korrekturen später rekonstruieren können
Unterscheiden Sie das Recht zur normalen Buchung vom Recht, fachlich entscheidende Parameter, Zuordnungen oder Berichte zu ändern. Prüfen Sie mit passenden Testrollen, ob ein Lagerbenutzer etwa die eigene Verwendungsbeschränkung umgehen könnte. Diese Anforderung darf nicht aus einem Administratortest als erfüllt gelten, wenn der spätere Arbeitsweg anders aussieht.
Der b7-Schulungskatalog nennt Berechtigungen und Log-Dateien. Das ist kein Beleg für einen vollständigen fachlichen Audit Trail. Für Ihren Umfang müssen Sie feststellen, welche relevanten Änderungen nachvollziehbar sind, wie Gründe und Identitäten erfasst werden und welche Überprüfung erforderlich ist. Im GMP-Kontext wird dies risikobezogen bewertet; eine vorhandene Logdatei allein beantwortet diese Fragen nicht.
Prüfen Sie auch die verwendete Rückverfolgungsausgabe. Sie sollte für den vorgesehenen Zweck die Verbindung zwischen Lieferung, interner Charge, Teilmenge und Verbrauch verständlich zeigen. Eine Korrektur darf die ursprüngliche Entscheidung nicht unbemerkt aus der fachlichen Geschichte entfernen. Legen Sie fest, welche Daten und Darstellungen über den benötigten Zeitraum lesbar und verfügbar bleiben müssen.
Anpassungen und Betriebsänderungen kontrolliert bewerten
Bei Einführung oder Migration braucht der Zielbestand einen nachvollziehbaren Bezug zu den Ausgangsdaten. Vergleichen Sie nicht nur Summen, sondern ausgewählte Artikel, Chargenbeziehungen, Einheiten, Lagerorte und offene Vorgänge. Zwei vertauschte Chargenzuordnungen können dieselbe Gesamtmenge ergeben. Gerade deshalb wäre ein reiner Mengenabgleich zu schwach.
Für Updates und Partneranpassungen bestimmen Sie zunächst die betroffenen Datenwege. Ein geändertes Chargengenerierungsverfahren, eine neue Umrechnung oder eine andere Fehlerbehandlung kann das Sollmodell beeinflussen. Geeignete Lieferantenbelege sind nach ihrer tatsächlichen Abdeckung nutzbar. Aus einer Versionsänderung folgt weder ein pauschaler Vollretest noch automatisch ein unveränderter Nachweisstatus.
Lassen Sie sich außerdem erklären, wie Anwendung, Konfiguration, Datenbank und angebundene Dokumente gesichert und wiederhergestellt werden. Wählen Sie für einen Wiederherstellungsnachweis relevante zusammenhängende Vorgänge. Wenn nur die Menge zurückkehrt, aber der Entscheidungs- oder Chargenbezug fehlt, ist die fachliche Nutzbarkeit noch offen. Für kritische Abläufe benötigen Sie einen verständlichen Ausfall- und Wiederanlaufweg.
Die Mitwirkung im KMU vor dem Testbeginn sichern
Der Lager- oder Produktionsverantwortliche beschreibt die tatsächlichen Arbeitsschritte. QA klärt die Qualitätsentscheidung und ihren Geltungsbereich. IT und Implementierungspartner erläutern Datenmodell, Parametrierung und Schnittstellen. Eine nachvollziehbare Nutzungsentscheidung entsteht aus dieser Zusammenarbeit; sie lässt sich nicht an den Softwarelieferanten allein abgeben.
Für eine Neueinführung sollten repräsentative Stammdaten, Mengen, Chargen und Ausnahmefälle vorbereitet sein. Im Bestand kommen historische Anpassungen, vorhandene Belege und offene Vorgänge hinzu. Aufwand treiben vor allem unklare Nummernlogik, wechselnde Einheiten, viele Buchungswege und nicht dokumentierte Sonderprogramme. Auch die Verfügbarkeit sachkundiger Mitarbeiter beeinflusst die Dauer, ohne dass daraus eine allgemeine Wochenzahl abgeleitet werden kann.
Nutzen Sie die Liste zur Vorbereitung eines abgegrenzten Prozesses. Jeder offene Punkt braucht entweder einen Verantwortlichen und einen nächsten Schritt oder eine begründete Entscheidung, weshalb er außerhalb des Umfangs liegt. So lässt sich der Prüfplan auf den tatsächlichen Einsatz ausrichten, bevor ein großes Dokumentenpaket entsteht.
- Produkt, Build, Module, Hosting und Anpassungen erfassen.
- Regelbereich sowie führende Material- und Qualitätsinformationen festlegen.
- Interne und Lieferantencharge einschließlich Generierungsparameter beschreiben.
- Physische, dispositive und fachlich verwendbare Mengen auseinanderhalten.
- Bestell- und Bestandsmaßeinheiten mit unabhängigen Sollwerten prüfen.
- Schnittstellen, erneute Nachrichten und Teilfehler berücksichtigen.
- Rechte, Korrekturen und die benötigte Rückverfolgungsausgabe nachweisen.
- Anbieterbelege zuordnen, Restlücken entscheiden und Betriebsverantwortung festhalten.
Häufige Fragen zu Sage b7
Ist Sage b7 dasselbe System wie Sage 100 oder Sage X3?
Nein. Sage führt die Produkte getrennt. Gemeinsamkeiten bei Begriffen oder Aufgaben erlauben keine Übertragung von Statuscodes, Datenstrukturen oder Auditfunktionen. Halten Sie die tatsächlich eingesetzte b7-Version und Erweiterungen fest. Ein vorhandener Test aus einer anderen Sage-Linie kann bei der Risikoanalyse helfen, bestätigt aber nicht das Verhalten Ihrer Einrichtung.
Wann ist Sage b7 für unseren Betrieb validierungsrelevant?
Entscheidend ist, welche regulierte Aufgabe das System übernimmt. Relevant kann beispielsweise eine Materialidentität sein, die für eine Qualitätsentscheidung oder spätere Verwendung benötigt wird. Betrachten Sie auch Abhängigkeiten aus scheinbar kaufmännischen Abläufen. Der Beispielrahmen dieses Artikels ist Humanarzneimittel-GMP; für andere Branchen müssen Sie die Anforderungen gesondert bestimmen.
Welche Version deckt die Beschreibung der Wareneingangs-API ab?
Sie bezieht sich auf die öffentliche Sage-b7-API-Dokumentation 2026.06. Das bestätigt weder den Build Ihrer Installation noch den Funktionsumfang aller Partnerlösungen. Vergleichen Sie den dokumentierten Endpunkt, Parameter und Datentypen mit Ihrem tatsächlichen Einsatz. Bei Abweichungen benötigen Sie die passende Dokumentation und ein darauf abgestimmtes Soll.
Quellen: [5]
Warum müssen interne und Lieferantencharge getrennt geprüft werden?
Die dokumentierte Nummernzuordnung hängt vom Generierungsparameter ab. Für die Rückverfolgung müssen Sie wissen, welche Nummer aus der Lieferung stammt und welche intern erzeugt oder übernommen wird. Prüfen Sie die Zuordnung auf den entstandenen Teilpositionen. Eine richtige Nummer in einer Übersicht genügt nicht, wenn ein nachgelagerter Verbrauch auf die falsche Charge verweist.
Bedeutet verfügbarer Bestand, dass Material verwendet werden darf?
Nicht automatisch. Die dokumentierte Abfrage des dispositiven Bestands beschreibt keine allgemeine Qualitätsfreigabe. Bestimmen Sie, wo die fachliche Entscheidung geführt wird und wie sie im tatsächlichen Entnahmeweg wirkt. Wenn eine Teilmenge ausgeschlossen ist, muss das auch bei Planung, Ersatzentnahme oder einer externen Rückmeldung berücksichtigt werden.
Wie sollten wir doppelte Schnittstellennachrichten testen?
Bereiten Sie eine eindeutig zuordenbare Buchung und eine erneute Zustellung derselben fachlichen Nachricht vor. Das Soll legt fest, dass dadurch keine zweite unbeabsichtigte Warenbewegung entsteht. Prüfen Sie auch einen Abbruch nach möglicherweise erfolgter Buchung. Welche Komponente das Duplikat erkennt oder zur Klärung aussteuert, muss aus Ihrer Lösung hervorgehen.
Reicht die Mengenbilanz für den Nachweis einer korrekten Rückverfolgung?
Nein. Eine Bilanz kann stimmen, obwohl Chargen vertauscht oder Qualitätsentscheidungen falsch zugeordnet sind. Prüfen Sie zusätzlich Artikel, Einheit, Lieferantenbezug, interne Charge, Lagerort und Verbrauchsbeleg. Im Beispiel bleiben nach 25 Stück Entnahme zwar 75 Stück physisch vorhanden; davon sind nach der eigenen Regel zunächst nur 35 Stück verwendbar.
Bietet Sage b7 einen geeigneten Audit Trail und elektronische Signaturen?
Die hier verwendeten Quellen belegen keine pauschale GxP-Eignung dieser Funktionen. Lassen Sie sich den tatsächlichen Umfang für Ihre Version zeigen und prüfen Sie relevante Änderungen, Berechtigungen und spätere Ausgaben. Welche elektronische Signatur gegebenenfalls benötigt wird, hängt von der fachlichen Entscheidung und dem Regelbereich ab, nicht vom ERP-Namen.
Was benötigen wir vor dem Start und wer muss mitarbeiten?
Benötigt werden ein klarer Prozess, der Systemstand, relevante Stammdaten und nachvollziehbare Qualitätsregeln. Lager oder Produktion liefern echte Abläufe; QA bestimmt die fachlichen Kriterien; IT und Partner erklären die Umsetzung. Für Tests bereiten Sie kontrollierte Beispieldaten vor. Fehlende Entscheidungen über Nummern, Einheiten oder Ausnahmen sollten zuerst geklärt werden.
Welche Faktoren bestimmen Aufwand und spätere Änderungsprüfungen?
Wesentlich sind Anzahl und Kritikalität der Datenwege, Sonderanpassungen, Schnittstellen, Altdaten und verfügbare Anbieterbelege. Im Betrieb zählt, welche Anforderungen eine Änderung berührt. Ein neues Chargenmapping kann gezielte Wiederholungsprüfungen auslösen; eine ungenutzte Funktion möglicherweise nicht. Schätzen Sie Aufwand anhand dieser Unterschiede und der verfügbaren Mitarbeiter, statt eine pauschale Projektdauer anzunehmen.
Quellen & fachlicher Stand
Herstellerquellen vom 6. Oktober 2026; API-Mechanik auf Dokumentationsstand 2026.06 begrenzt. Der Schulungskatalog 2026 belegt Themen und Produktumfang, kein detailliertes Laufzeitverhalten. Qualitätsstatus, Sperrwirkung und historische Nachweise sind für die konkrete Einrichtung festzustellen.
- Sage b7 – ERP für Handel und Produktion
- Sage Produktübersicht Deutschland
- Sage b7 – Grafische Produktionsplanung
- Sage University 2026 – Schulungsprogramm
- Sage b7 API: Wareneingangsposition splitten und verarbeiten
- Sage b7 API: Lagerbestand
- EudraLex Volume 4
- EU-GMP Annex 11: Computerised Systems
- EU-GMP Kapitel 4: Documentation
Zuletzt fachlich geprüft am 06.10.2026.
Den b7-Nachweis an Ihren Materialfluss anpassen
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