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DocuWare im GMP-Einsatz: Dokumente, Versionen und Freigaben validieren

Eine SOP kann in DocuWare auffindbar und technisch aktuell sein, obwohl ihre neue Fassung fachlich noch nicht freigegeben ist. Genau an dieser Stelle beginnt die relevante Validierungsarbeit. Dokumentinhalt, Indexdaten, Versionsstatus, Workflow und Nutzung am Arbeitsplatz müssen zusammenpassen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie DocuWare für gelenkte Dokumente im Humanarzneimittel-GMP abgrenzen, welche Unterschiede zwischen Cloud, On-Premises und Clients zählen und welche Nachweise ein KMU sinnvoll vorbereitet.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste vorab

Kann DocuWare für gelenkte GMP-Dokumente eingesetzt werden?

DocuWare bietet Dokumentenmanagement, Versionierung und Workflows. Ob Ihre Einrichtung für gelenkte GMP-Dokumente geeignet ist, hängt vom vorgesehenen Einsatz und nachgewiesenen Kontrollen ab. Zu prüfen sind insbesondere Freigabe und Wirksamkeit, Zugriff auf die richtige Fassung, kritische Indexänderungen, Signaturübergaben und Aufbewahrung. Ein technischer Versionsstatus oder ein vorhandener Genehmigungsworkflow ersetzt diesen Nachweis nicht.

  • Cloud, On-Premises, Release und verwendeten Client ausdrücklich in den Prüfstand aufnehmen.
  • Dokumentinhalt, Indexdaten und fachlichen Freigabestand getrennt definieren und gemeinsam prüfen.
  • Versionierung, Papierkorb und langfristige Aufbewahrung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
  • Signaturdienst und Schnittstellen einschließlich Lizenzumfang und Rückgabeweg einbeziehen.

Welche DocuWare-Variante wird geprüft?

DocuWare bietet Dokumentenmanagement und dokumentenbasierte Workflows als Cloud- und On-Premises-System an. Ein veröffentlichter Referenzstand ist Version 7.14. Für Cloud 7.15 kündigt der Hersteller zum Recherchestand 6. Oktober 2026 einen gestaffelten Rollout ab Mitte Oktober an. Eine bereitstehende Dokumentationsseite zu neuen Funktionen belegt daher noch nicht deren Aktivierung in Ihrer Organisation.

Erfassen Sie Betriebsmodell, Release beziehungsweise Mandantenstand, verwendeten Client, Archive, Workflow Designer, Desktop-Komponenten und Integrationen. Die Dokumentation unterscheidet den klassischen vom neuen Cloud-Client; beispielsweise wird manuelle Versionierung im neuen Client noch nicht unterstützt. Prüfen Sie die Oberfläche und Funktionen, die Ihre Mitarbeiter tatsächlich verwenden, statt Anleitungen unterschiedlicher Stände zu mischen.

Der Referenzeinsatz hier sind gelenkte SOPs und zugehörige Aufzeichnungen in der Humanarzneimittelherstellung. DocuWare wird damit nicht als fertig eingerichtetes Pharma-QMS eingeordnet. Ob etwa Schulungsmanagement, Abweichungen oder CAPA Bestandteil Ihrer Lösung sind, muss gesondert anhand der vereinbarten Umsetzung geklärt werden. Für FDA-relevante elektronische Aufzeichnungen und Signaturen ist zusätzlich der Part-11-Geltungsbereich festzustellen.

Quellen: [1] [2] [4] [5] [12] [14]

Vier Ebenen der Dokumentenlenkung sauber verbinden

Beginnen Sie mit einem Dokumentenmodell, bevor Sie Freigabeschritte konfigurieren. Unterscheiden Sie die Datei selbst, beschreibende Indexdaten, den technischen Versionsstand und die fachliche Entscheidung. Kapitel 4 verlangt unter anderem eindeutige Identifizierbarkeit, autorisierte Genehmigung und ein definiertes Wirksamkeitsdatum für Anweisungsdokumente. Wie dies in DocuWare umgesetzt wird, ist eine konkrete Konfigurationsaufgabe.

Die Arbeitsmatrix dient als Entwurf für Ihre Anforderungen. Legen Sie je Feld und Status fest, wer ihn setzen darf und wodurch er geändert wird. Beschreiben Sie vor allem die Übergänge: Eine Ablehnung darf nicht dieselbe Folge haben wie eine Genehmigung; eine genehmigte zukünftige Fassung darf eine heute noch gültige Anweisung nicht vorzeitig verdrängen.

Arbeitsmatrix für Dokument, Metadaten und Freigabe
EbeneIm Projekt festzulegenPrüfbare Wirkung
DokumentinhaltWelche Datei beziehungsweise Zusammenstellung bildet die konkrete SOP-Fassung?Freigegebener und tatsächlich angezeigter Inhalt stimmen überein.
DokumentidentitätWie verbinden sich SOP-Nummer, Dokument-ID und fachliche Revision?Eine Entscheidung lässt sich einer eindeutigen Fassung zuordnen.
IndexdatenWelche Werte steuern Suche, Gültigkeit, Zuständigkeit oder Aufbewahrung?Unzulässige Änderungen verändern weder Zugriff noch Status unbemerkt.
WorkflowWer prüft und genehmigt, und was geschieht bei Ablehnung oder Vertretung?Nur der definierte positive Abschluss erlaubt den nächsten Zustand.
WirksamkeitWann gilt die Fassung, und was muss vorher erledigt sein?Bis zum Stichtag bleibt die vorgesehene bisherige Fassung verfügbar.
Historie und AufbewahrungWelche alten Inhalte und Entscheidungsnachweise bleiben benötigt?Frühere Entscheidungen sind mit den damaligen Unterlagen nachvollziehbar.

Quellen: [12] [3] [5]

Technisch aktuell ist nicht automatisch fachlich gültig

Die Archivdokumentation beschreibt technische Zustände wie Current, In progress und Out of date. Außerdem bleibt die Dokument-ID über die Versionen eines Dokuments gleich. Verwenden Sie eine solche ID deshalb nicht allein als Nachweis dafür, welche Fassung genehmigt wurde. Die Zuordnung muss den relevanten Versions- beziehungsweise Revisionsstand einschließen.

Bei aktivierter automatischer Versionierung entstehen neue Dokumentversionen durch die Bearbeitung. Die Dokumentation des neuen Cloud-Clients beschreibt außerdem eine Wiederherstellung mit damaligen Indexwerten oder nur mit dem Dokumentinhalt. Diese Wahl kann fachliche Folgen haben: Ein alter Inhalt und aktuelle Metadaten passen möglicherweise nicht mehr zusammen.

Legen Sie fest, wie Leser während einer laufenden Überarbeitung die gültige SOP erreichen. Prüfen Sie mit dem Systempartner, ob Ihr Dokumentenmodell, Ihre Rechte und Ihre Freigabelogik diesen Zustand zuverlässig abbilden. Testen Sie Suchergebnis, gespeicherten Link, Ausdruck und angebundene Anwendung. Eine neue technische Version darf nicht allein dadurch als verbindliche Arbeitsanweisung erscheinen.

Quellen: [3] [4] [12]

Indexfelder und Historien als Teil der Kontrolle behandeln

Indexwerte sind mehr als Suchhilfen, sobald sie beispielsweise Dokumentart, Freigabestatus oder Wirksamkeitsdatum tragen. Die DocuWare-Dokumentation beschreibt, dass geänderte Indexwerte der aktuellen Version nicht automatisch auf ältere Versionen übertragen werden. Damit gehört zur Prüfung auch, ob historische Sichten den damaligen Zusammenhang korrekt wiedergeben.

Untersuchen Sie Änderungen durch Benutzer, Workflow und Integration getrennt. Eine Oberfläche mit ausgeblendeten Feldern ist noch kein ausreichender Beleg, dass derselbe Wert nicht über einen anderen zugelassenen Weg verändert werden kann. Definieren Sie für kritische Felder Rechte, zulässige Werte und nachvollziehbare Änderungsnachweise. Prüfen Sie auch, ob eine falsche Dokumentart unbeabsichtigt eine andere Aufbewahrungsregel auslöst.

DocuWare dokumentiert Audit Reports auf Dokument-, Archiv-, Organisations- und Systemebene sowie entsprechende Zugriffsrechte und CSV-Exporte. Klären Sie, welche Ereignisse Ihre Konfiguration tatsächlich erfasst und wer sie auswertet. Ein sinnvoller Test verbindet eine vorbereitete Änderung mit dem entstandenen Eintrag. Prüfen Sie dabei Urheber, Zeitpunkt und fachlich benötigte Details, statt die bloße Existenz eines Berichts als Vollständigkeitsbeleg zu behandeln.

Quellen: [3] [6] [13]

Vertiefung zu diesem Thema:

Den Freigabeworkflow bis zur Nutzung am Arbeitsplatz prüfen

Workflow Manager verbindet die Gestaltung von Abläufen mit zugewiesenen Aufgaben im Web Client. Die fachliche SOP-Logik müssen Sie jedoch selbst festlegen: Autorenrolle, Prüfung, Genehmigung, Ablehnung, Rückgabe zur Bearbeitung und kontrollierte Vertretung. Benennen Sie den Unterschied zwischen technischer Administration und fachlicher Freigabeberechtigung.

Berücksichtigen Sie auch den Zeitraum nach einer Genehmigung. Muss vor Wirksamkeit geschult werden? Welche Arbeitsplätze benötigen Ausdrucke? Wie werden alte verteilte Fassungen behandelt? Die hierfür erforderliche Umsetzung kann über den DocuWare-Workflow hinausgehen. Ein erledigter Aufgabeneintrag belegt nicht automatisch, dass alle betroffenen Mitarbeiter die richtige Anweisung verwenden.

Prüfen Sie Änderungen an laufenden Vorgängen besonders sorgfältig. Wenn sich ein Dokument oder eine wichtige Zuordnung während der Bearbeitung ändert, muss die Freigabe weiterhin eindeutig zum geprüften Inhalt passen. Legen Sie fest, wann neu gestartet oder erneut geprüft werden muss. Das ist eine Anforderung an Ihren Ablauf, keine behauptete universelle Standardeinstellung von DocuWare.

Quellen: [5] [12] [13]

Signaturpartner und Schnittstellen gehören zum Nachweis

Der DocuWare Signature Service bindet externe Anbieter wie Validated ID oder DocuSign als Workflow-Webservice ein. Laut Hersteller werden Dokumente übergeben und signierte Dokumente samt Signaturzertifikat zurückgeliefert. Daraus folgt noch keine Bestätigung, dass Ihre konkrete Identifizierung, Signaturbedeutung und Verknüpfung alle anwendbaren Anforderungen erfüllen.

Die öffentliche Lizenzübersicht bis Version 7.14 unterscheidet Cloud und On-Premises: Für On-Premises werden zusätzliche Lizenzen für Signaturintegration und Workflow Manager genannt; außerdem sind unter anderem eine eigene Client-Lizenz für den Dienst und Signaturvolumen zu berücksichtigen. Lassen Sie den tatsächlich angebotenen Umfang einschließlich externer Kosten und Zuständigkeiten bestätigen.

Prüfen Sie einen fehlgeschlagenen oder verspäteten Rücklauf: Welches Dokument bleibt gesperrt, welcher Vorgang wird wiederholt, und wie werden Dubletten erkannt? Auch URL-Integrationen sind relevant. DocuWare kann beispielsweise Viewer, Listen und Dokumenthistorien in andere Anwendungen einbinden. Ein Link zur vermeintlich aktuellen SOP muss trotzdem den fachlich vorgesehenen Stand anzeigen. Ein sichtbarer Stempel ist nicht ohne weitere Prüfung mit einer geeigneten elektronischen Signatur gleichzusetzen.

Quellen: [7] [8] [9] [14] [13]

Vertiefung zu diesem Thema:

Aufbewahrung, Papierkorb und Backup getrennt planen

DocuWare bietet konfigurierbare Löschregeln. Die passende Frist, ihr Beginn und mögliche Gründe für eine weitere Aufbewahrung stammen jedoch aus Ihrem Dokumententyp und den anwendbaren Anforderungen. Verwechseln Sie die Einstellung einer Löschregel nicht mit einem bereits begründeten Aufbewahrungskonzept. Prüfen Sie den Auswahlfilter auch mit absichtlich falschen oder fehlenden Indexwerten.

Für den klassischen Client beschreibt DocuWare einen Papierkorb mit automatischer Entfernung nach 30 Tagen; berechtigte Benutzer können zuvor endgültig löschen. Die Wiederherstellung startet laut Dokumentation keine Workflows, Automationen oder Benachrichtigungen. Ein versehentlich gelöschtes Dokument muss deshalb nach dem Restore fachlich eingeordnet werden, bevor es wieder als gültige Anweisung verwendet wird.

Auch Versionierung allein verhindert keine Löschung des gesamten Dokuments durch entsprechend berechtigte Benutzer. Ordnen Sie Löschrechte, Aufbewahrung und Wiederherstellung daher gemeinsam. Bei Cloud und On-Premises müssen verfügbare Sicherungen, Rücksicherungsweg und Zuständigkeit konkret vereinbart sein. Ein Papierkorb deckt weder langfristige Lesbarkeit noch einen vollständigen Systemausfall ab; bei einer Migration sind Inhalt, Metadaten und erforderliche Nachweise gemeinsam zu betrachten.

Quellen: [10] [11] [3] [12] [13]

Illustratives Beispiel: SOP-Revision mit künftigem Wirksamkeitsdatum

Dieses konstruierte Beispiel ist eine Arbeitshilfe, kein ausgeführter DocuWare-Test und kein Kundenfall. Eine GMP-SOP wird von Revision 3 auf Revision 4 überarbeitet. Revision 3 bleibt bis zum festgelegten Termin verbindlich. Revision 4 benötigt Prüfung und Genehmigung; eine externe Signatur wird über den eingerichteten Dienst eingeholt.

Die Akzeptanzkriterien werden vor dem Test mit Qualitätssicherung und Fachbereich festgelegt. Verwenden Sie repräsentative Rollen sowie die real vorgesehenen Such- und Zugriffswege. Die Matrix prüft die gemeinsame Wirkung von Datei, Metadaten und Prozess; sie schreibt keine bestimmte technische Architektur vor.

Illustrative Prüfmatrix für die SOP-Revision
TestideeFachlich erwartetes ErgebnisGeeigneter Nachweis
Revision 4 als Entwurf bearbeitenLeser erhalten weiterhin die gültige Revision 3.Vergleich über Suche, Arbeitsplatzlink und berechtigte Rollen.
Prüfung ablehnenDie neue Fassung wird nicht wirksam.Entscheidung, resultierender Status und erneuter Lesezugriff.
Freigabeindex unberechtigt ändernKeine unzulässige Veröffentlichung oder verdeckte Statusänderung.Versuch, Rechte und entstehender Historieneintrag.
Signaturrücklauf unterbrechenEin technischer Fehler wird nicht als Genehmigung behandelt.Fehlerzustand, Wiederholung und Zuordnung des signierten Dokuments.
Stichtag erreichenDie vorgesehene freigegebene Fassung wird verfügbar.Abgleich von Inhalt, Revision, Datum und Leseransicht.
Eine ältere Fassung wiederherstellenInhalt und Indexwerte werden bewertet; keine unbeabsichtigte Gültigkeit.Gewählte Restore-Art und kontrollierte Statusentscheidung.
Testdokument aus Papierkorb zurückholenErforderliche fachliche Bearbeitung wird trotz ausbleibendem Workflowstart veranlasst.Restore, nachgelagerter Prozess und dokumentierter Abschluss.

Quellen: [4] [11] [7] [12] [13]

KMU-Projekt: Verantwortliche, Nachweise und Änderungen

Benennen Sie einen fachlichen Dokumentenverantwortlichen, Qualitätssicherung, IT und den betreuenden DocuWare-Partner. Für Signaturen kommt gegebenenfalls der externe Dienst hinzu. Rollen können in einem kleinen Unternehmen zusammenfallen; die Zuständigkeit für Anforderungen, Konfiguration, Prüfung und Freigabe sollte dennoch erkennbar sein.

Bereiten Sie Dokumenttypen, Lebenszyklen, Rollen, kritische Indexfelder und Verteilungswege vor. Fordern Sie danach passende Architektur- und Konfigurationsunterlagen, verfügbare Lieferantennachweise und Angaben zum Betriebsservice an. Aufwand entsteht besonders durch uneinheitliche Altbestände, viele Sonderworkflows, Signaturwege und Integrationen. Eine vorhandene Lizenz sagt wenig über diesen Klärungsbedarf aus. Planen Sie Fachbereichszeit und Abweichungsbearbeitung ausdrücklich ein.

Führen Sie den freigegebenen Zustand im Betrieb weiter. Änderungen an Workflow, Client oder Identitätsdienst können die Nutzung beeinflussen. Ein konkretes Beispiel ist die angekündigte SSO-Anpassung für Cloud 7.15; der Hersteller nennt hierfür eine erforderliche Vorbereitung vor dem Mandantenupdate. Bewerten Sie solche Hinweise gezielt und prüfen Sie betroffene Abläufe. Die grundsätzliche Systemfreigabe bleibt eine begründete Entscheidung Ihres Unternehmens.

Quellen: [13] [2] [5]

Checkliste für Ihren DocuWare-Prüfumfang

Nutzen Sie diese Arbeitshilfe für den gemeinsamen Projektstart. Zu jeder offenen Frage gehören ein Verantwortlicher und ein überprüfbares Ergebnis. Beginnen Sie mit einem kritischen Dokumenttyp und erweitern Sie den Umfang, sobald sein Zusammenspiel aus Inhalt, Metadaten und Prozess verstanden ist.

  • Betriebsmodell, Release, Client und eingerichtete Komponenten erfassen.
  • Dokumenttypen und GxP-Geltungsbereich begründet abgrenzen.
  • Dokument-ID, Revision, Freigabe und Wirksamkeitsdatum eindeutig zuordnen.
  • Kritische Indexfelder und alle Änderungswege mit Rechten absichern.
  • Entwurf, Ablehnung, Vertretung und Veröffentlichung vollständig durchspielen.
  • Gültige Fassung über Suche, Verknüpfung und Arbeitsplatz nachweisen.
  • Signaturpartner, Lizenzumfang, Rückgabe und Fehlerbehandlung einschließen.
  • Historieneinträge auf Inhalt, Zugriff und angemessene Auswertung prüfen.
  • Aufbewahrung, Löschung, Papierkorb und Wiederherstellung gesondert planen.
  • Abweichungen bewerten, den Umfang freigeben und spätere Änderungen zuweisen.

Quellen: [12] [13]

Häufige Fragen zu DocuWare

Ist DocuWare ein fertiges Pharma-QMS?

DocuWare stellt Dokumentenmanagement und Workflow-Technik bereit. Ein pharmazeutischer Lebenszyklus mit Ihren Rollen, Freigaben und Nutzungsregeln muss konkret umgesetzt und nachgewiesen werden. Leiten Sie zusätzliche Funktionen wie Schulungsmanagement oder CAPA nicht aus dem Produktnamen ab. Entscheidend ist die vereinbarte und tatsächlich eingerichtete Lösung für Ihren vorgesehenen Einsatz.

Quellen: [5] [12] [13]

Gelten dieselben Nachweise für Cloud und On-Premises?

Die fachlichen Ziele können gleich sein, die technische Umsetzung und Betriebsverantwortung unterscheiden sich. Erfassen Sie auch den verwendeten Client. Herstellerunterlagen beschreiben zum Beispiel unterschiedliche Versionsfunktionen für klassischen und neuen Cloud-Client. Nachweise sind deshalb auf die konkrete Kombination zu beziehen; ein Test einer anderen Variante reicht nicht automatisch aus.

Quellen: [4] [3] [13]

Wie bestimmen wir den richtigen DocuWare-Release für die Validierung?

Erfassen Sie den tatsächlich betriebenen Mandanten- oder Installationsstand und verwenden Sie passende Unterlagen. Neue Dokumentation allein bestätigt keine Aktivierung. Ein Beispiel: Zum Recherchestand 6. Oktober 2026 ist Version 7.14 veröffentlicht, während der Cloud-Rollout 7.15 erst ab Mitte Oktober mit individuellen Terminen angekündigt ist. Prüfen Sie zusätzlich Client, Module und Konfiguration.

Quellen: [1] [2]

Bedeutet Current, dass eine SOP freigegeben ist?

Nein. Current beschreibt den technischen Versionsstatus. Die fachliche Genehmigung, die genehmigte Fassung und das Wirksamkeitsdatum müssen in Ihrem Dokumentenmodell zusätzlich eindeutig sein. Prüfen Sie besonders, was Leser sehen, während eine neue Version bearbeitet wird. Die aktuelle technische Version darf nicht unbeabsichtigt die weiterhin gültige Arbeitsanweisung ersetzen.

Quellen: [3] [12]

Welche Rolle spielen Indexdaten bei der Validierung?

Indexdaten können Suche, Zuordnung, Freigabestatus oder Aufbewahrung steuern. Dann sind ihre Bedeutung und Änderung genauso relevant wie der Dateiinhalt. Prüfen Sie zulässige Werte, Rechte und automatisierte Schreibwege. Berücksichtigen Sie außerdem, dass geänderte Indexdaten der aktuellen Version laut Dokumentation nicht automatisch ältere Versionen verändern.

Quellen: [3] [13]

Kann die Versionsverwaltung eine unveränderliche Aufbewahrung ersetzen?

Nein. Der Hersteller beschreibt, dass entsprechend berechtigte Benutzer ein Dokument einschließlich seiner Versionen löschen können. Versionierung macht Bearbeitungsstände nachvollziehbar, ersetzt aber kein geeignetes Rechte- und Aufbewahrungskonzept. Legen Sie Fristen, Schutz vor vorzeitiger Löschung und die spätere Lesbarkeit passend zum Dokumenttyp fest.

Quellen: [3] [12] [13]

Startet nach Wiederherstellung automatisch wieder die Freigabe?

Für die Wiederherstellung aus dem Papierkorb des klassischen Clients beschreibt DocuWare ausdrücklich keinen Start von Workflows, Automationen oder Benachrichtigungen. Regeln Sie deshalb den fachlichen Umgang mit solchen Dokumenten. Ein Restore darf weder stillschweigend eine alte SOP gültig machen noch notwendige Prüfungen überspringen. Andere Wiederherstellungsarten sind gesondert zu prüfen.

Quellen: [11] [12]

Ist der Signaturdienst bereits in jeder Lizenz vollständig enthalten?

Die veröffentlichte Übersicht unterscheidet Cloud und On-Premises und nennt zusätzliche Voraussetzungen. Dazu zählen je nach Variante Signaturintegration, Workflow Manager, eine eigene Client-Lizenz für den Dienst und externes Signaturvolumen. Lassen Sie den aktuellen Vertragsumfang bestätigen. Auch ein technisch angebundener Anbieter belegt noch nicht die Eignung Ihres konkreten Signaturablaufs.

Quellen: [8] [7] [14]

Welche Prüfung lohnt sich zuerst bei einer bestehenden Installation?

Wählen Sie eine wichtige SOP mit laufender Überarbeitung und prüfen Sie den tatsächlichen Leserzugriff. Vergleichen Sie Datei, Revision, Indexwerte und Freigabenachweis über die üblichen Arbeitswege. Ergänzen Sie einen Ablehnungs- und einen unberechtigten Änderungsversuch. Diese eigene Vorgehensempfehlung liefert konkrete Anhaltspunkte für den weiteren risikobezogenen Umfang.

Quellen: [12] [13]

Was bleibt trotz Cloudbetrieb beim Unternehmen?

Ihr Unternehmen muss den vorgesehenen Einsatz, fachliche Regeln, Verantwortlichkeiten und Akzeptanz festlegen. Dazu gehören passende Rollen, Dokumentenverteilung, Schulung und die Bewertung von Änderungen. Hersteller und Partner können Betrieb und Umsetzung unterstützen. Prüfen Sie deren Unterlagen auf Ihren Umfang und ergänzen Sie die Einsatznachweise, die nur Ihr Unternehmen beurteilen kann.

Quellen: [13] [12]

Quellen & fachlicher Stand

Stand: 6. Oktober 2026. Herstellerangaben unterscheiden Cloud, On-Premises und Clientvarianten. Version 7.14 ist ein veröffentlichter Referenzstand; der Cloud-Rollout 7.15 ist zum Recherchezeitpunkt angekündigt. Regulatorischer Referenzeinsatz: Humanarzneimittel-GMP; FDA-Anforderungen nur bei entsprechendem Geltungsbereich. Matrizen, Beispiel und Checkliste sind eigene Arbeitshilfen.

  1. DocuWare: Version 7.14 ist veröffentlicht
  2. DocuWare: Single Sign-On für das angekündigte Cloud-Update 7.15
  3. DocuWare: File cabinets – general
  4. DocuWare: Version management im neuen Cloud-Client
  5. DocuWare: Workflow Manager – Überblick
  6. DocuWare: Audit reports
  7. DocuWare: Electronic signatures with DocuWare
  8. DocuWare: Lizenzanforderungen elektronischer Signaturdienste
  9. DocuWare: Introduction URL integration
  10. DocuWare: Deletion policies
  11. DocuWare: Trash Bin – Restoring Documents
  12. EU-Kommission: EU-GMP Kapitel 4 – Dokumentation, Januar 2011
  13. EU-Kommission: EU-GMP Annex 11, Revision Januar 2011
  14. eCFR: 21 CFR Part 11 – Electronic Records; Electronic Signatures

Zuletzt fachlich geprüft am 06.10.2026.

Daniel Herrmann, Daniel Herrmann Consulting

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